IK0A: Zwischen Fußball, Kohle und Currywurst

Auf Grund des pandemiebedingten Wegfalls des integrativen Sportangebots von Seiten des Stadtsportbunds Hamm mussten auch in dieser bewährten Partnerschaft neue Wege eingeschlagen werden. Schnell verständigte man sich daher zu Anfang des Schuljahres auf gemeinsame sportliche wie kulturelle Exkursionen. 

Am Mittwoch, den 23. September ging es dann auf eine große Ruhrgebietskulturexkursion nach Dortmund und Essen, die von Lucas Brachmann vom Stadtsportbund Hamm, den IK-Klassenlehrern Heinz Fischer und Tim Kammann sowie Schulsozialarbeiterin Petra Steimann organisiert und begleitet wurde. 

Als erster Stopp – auf Einladung des Stadtsportbunds Hamm – wurde das ‚Deutsche Fußballmuseum‘ in der selbsternannten Fußballhauptstadt Dortmund angesteuert. Neben den funkelnden Trophäen aus nationalen wie internationalen Wettbewerben stand der Besuch unter dem Motto „Fußball & Ruhrgebiet“. Deutlich wurde, wie sehr Arbeiterkultur und Fußball im Ruhrgebiet beieinanderliegen und dass die Bedeutung des Spiels hier mehr als bloß gelb oder blau oder neunzig Minuten ausmacht. 
Stolz waren die Schülerinnen und Schüler als es um das Thema „Integration und Fußball“ ging und man auch das FLBK in der Preisträgerliste des DFB-Integrationspreises entdecken konnte.   

Nach einer kurzen Stärkung mit der klassischen Currywurst ging es weiter in Richtung Essen, wo in der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein das bekannte ‚Ruhrmuseum‘ untergebracht ist. 
Die Besichtigung der Zechenanlage, die in ihrer Gesamtheit erhalten ist und seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, führte zunächst auf das Dach der Kohlenwäsche, um sich einen Eindruck von der Weitläufigkeit der Zechenanlage zu verschaffen. Überrascht stellten die Schülerinnen und Schüler fest, wie grün das Ruhrgebiet ist und wie sehr die Landschaft durch den Bergbau und die dazugehörige Industrie sowie die zahlreichen Halden geprägt ist. 
Im Anschluss wurde die noch bestehende Sortieranlage in der oberen Etage besichtigt und von der Schulsozialarbeiterin Petra Steimann in ihrer Funktionsweise erklärt. Im Museum selbst zeigte eine Fotoausstellung die typischen Merkmale des Ruhrgebiets wie beispielsweise Zechensiedlungen, Industriedenkmale und Trinkhallen. 

Die Besonderheiten der hier lebenden Menschen wurden dokumentiert durch die Themen Wohnen, Freizeit und Religion. Hier konnte auch ein Anschluss zum Vormittagsprogramm im ‚Deutschen Fußballmuseum‘ hergestellt werden. Deutlich wurde dabei aber vor allem, dass das Ruhrgebiet schon seit über 170 Jahren ein Einwanderungsland ist und die Multikulturalität als besonders herausstechendes Merkmal gilt. Für die Schülerinnen und Schüler überraschend wurde in diesem Zusammenhang für Hamm der große Hindutempel sowie der Maxipark dargestellt und es wurde bewusst, dass auch Hamm integraler Bestandteil des Ruhrgebiets ist.

Neben der Fotoausstellung wurden im Anschluss typische Ruhrpott-Objekte besichtigt, wie z.B. die original ‚Tatort-Schimanski-Jacke‘, die für Klassenlehrer Tim Kammann mehr als nur ein Objekt darstellte und in diversen Filmtipps mündete. 

Die Exkursion in die Geschichte und die Kultur des Ruhrgebiets hat den Schülerinnen und Schülern verdeutlicht, wie vielschichtig und international das Ruhrgebiet ist.  Klar wurde allen internationalen Schülerinnen und Schülern dabei, dass es außerhalb dieses Ausflugs und der Schulfächer noch vieles mehr zu erkunden gibt in Sachen Land und Leute.

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